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Dresden

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Garbarek, Jan Group - Dresden.
  • 13 Bewertungen: 5.0




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Na ja...
Verglichen mit den Altmeistern des Saxophons, wie Coltrane, Gatz, Dekker, usw, die mit Herz, Phantasie und auch Witz spielten, empfinde ich das Spiel Garbareks als kalt und auch verkrampft. Die besten Momente hat diese Platte wenn der Klavierspieler Brüninghaus die Führung übernimmt, dann kommt Stimmung auf. Da höre ich doch lieber, das in gleicher Besetzung auftretende, Dave Brubeck Quartett an, bei deren Liveplatte "At Carnegie Hall" all die Attribute deutlich werden, die ich bei dieser Platte vermisse.
 
  Klasse Album
Durch Zufall bin ich auf dieses Doppelalbum gestossen - diese Liveaufnahme ist wirklich wunderbar entspannend, innovativ, ueberraschend und doch klassisch Jazz.
 
es hat alles gestimmt
Ich bin inspiriert durch die Aufnahme in das Konzert 2009 in Dresden gegangen. Der Mittschnitt des Konzertes 2007 ist besser! Ein grossartiges Konzert von grossartigen Musikern!
 
  Augen zu und genießen
Noch bevor ich wusste, wer da im einzelnen spielt, war ich gefangen. Jan Garbarek erkenne ich natürlich an der Art und Weise, wie er spielt, schätze ihn seit eh und je. Aber was anderes als Augen zu, zuhören und genießen geht gar nicht. Es gibt wohl niemanden, der so schön (ich sage absichtlich nicht: so gut) Saxophon spielt wie Jan Garbarek. Was ihm immer für Melodien einfallen: so einfach, so klar, und doch so profund (z.B. "Maracuja")! Mein sicherlich etwas gewagter Tip: Allein seine Interpretation von Milton Nascimentos "Milagre Dos Peixes" lohnt schon den Kauf.

Aber erst kommt ja noch CD 2. Und da zeigt Bassist Yuri Daniel, dass er zur Elite zu zählen ist; er setzt wunderschöne, flockige und leise Akzente, die ein wenig an Jaco Pastorius erinnern, aber auf dezentere Art. Zu richtiger Höchstform läuft Rainer Brüninghaus auf ("The Reluctant Saxofonist", "Transformations"). Ein wenig erinnern mich die Duette mit J.G. in ihrer einsamen Qualität schon an die Alben der 70er Jahre (Belonging, My Song) mit Keith Jarrett, wenngleich Brüninghaus ganz anders spielt als dieser. Unnötig zu erwähnen, dass Drummer Manu Katché seine erstklassige Rhythmusarbeit so souverän erledigt, dass es auch Spaß macht, nur ihm allein zuzuhören.

Wunderbares Album, schönste Musik, melodisch, meditativ, auch schon mal heftiger zu Werke gehend, weckt große Gefühle und fängt Dich ein. Ein Höhepunkt nach dem anderen. Und wie immer erstklassiger Klang.
 
Garbarek endlich Live!!!
Der ECM-Haussaxophonist hat zusammen mit dem französischen Schlagzeuger Manu Katché, dem brasilianischen Bassisten Yuri Daniel, der den erkrankten Eberhard Weber ersetzt, und seinem langjährigen Mitstreiter Rainer Brüninghaus nach fast 40 Studio-Jahren mit "Dresden In Concert" sein erstes Live-Album vorgelegt.

Im Schlachthof zu Dresden wurde 2007 eine Werkschau neuerer Alben ergänzt von fünf Neukompositionen und drei Interpretationen von Stücken von Gurtu, Nascimento und Sæverud geboten.

Garbareks hymnischen Schönklang jenseits alle Banalität vorgetragen mit seinem unverwechselbarer klagend-ätherischen Stil gewinnt durch die livehaftige Interaktion mit dem locker-treibenden Schlagzeug an Spannung, die von dem "pastoriusierten" Basslinien und den schmückenden Pianocolorationen zu einer berauschenden Intensität gesteigert wird.

Liedhaft-einfache Folk-Melodien, eine komplexe sanft bis funkige Rhythmik, ausgedehnte klassische Improvisationen und die ecmsche Präsenz von Klang und Dynamik - leidenschaftlicher, eindringlicher und abwechslungsreicher als bei dieser erst zwei Jahre nach der Aufnahme wohl aufgrund seiner zeitlosen Güte ausgegrabenen "Tour De Force" hat Garbarek m.M.n. nie geklungen.